Herbst 2018 Oberschwaben Teil 1

Da können einem glatt die Tränen kommen … die letzte Wohnmobiltour 2018. Egal, diese Tage genießen wir nochmal richtig. Ziel der einen Woche in den Herbstferien ist das schöne Oberschwaben. Ich habe dort einige schöne Ziele für uns rausgesucht und die ganze Reise war uns Petrus wohlgesonnen. Für Oktober hatten wir absolut geiles Wetter. Regen? – Fehlanzeige! – Dicke Jacke? – Fehlanzeige! Wir konnten sogar oft in T-Shirt rumlaufen. Danke Petrus!

Da wir erst Freitag Abends losfahren konnten, haben wir noch eine Zwischenübernachtung in Fulda eingelegt, auf dem Reisemobilplatz, Weimarer Strasse, 36039 Fulda. Der Stellplatz befindet sich auf einem gemischten Parkplatz direkt im Ort, kostet mittlerweile 6,00 € und ist mit 20 Stellplätzen ausgeschrieben. Da die Bereiche aber nicht alle eindeutig gekennzeichnet sind, ist hier ein bisschen Wildparken angesagt. Die Nacht war recht ruhig, allerdings ist direkt am Ort ein Jugendzentrum und laut einigen Bewertungen auf verschiedenen Portalen, sind hier häufiger Abends Veranstaltungen, die die Nachtruhe wahrscheinlich stören.

Rothenburg ob der Tauber

Hier ist zwar noch nicht Oberschwaben, sondern Mittelfranken, aber da Rothenburg ob der Tauber direkt an unserer Anreisestrecke lag, haben wir hier den nächsten Übernachtungsstopp eingelegt. Dieser Stopp hat sich auch definitiv gelohnt, aber dazu gleich mehr.

Rothenburg ob der Tauber hat zwei offizielle Stellplätze, einmal Schweinsdorfer Straße für 30 Mobile und der P2 Bensenstrasse – Nordlingerstrasse für 50 Mobile. Beide Plätze kosten pro Nacht 12 €. Da der P2 zentrumsnäher liegt, haben wir diesen direkt angefahren. Der Platz teilt sich in eine rechte und eine linke Hälfte auf. Rechts sind, soweit wir das sehen konnten, alle Plätze mit Strom ausgestattet. Dort war allerdings alles rappelvoll, so daß wir mit unserem Mobil auf der linken Seite geparkt haben. Strom gibt es hier nur an ein paar Plätzen. Wir hatten keinen, das ist für eine Nacht aber auch nicht weiter schlimm.

Wohnmobilstellplatz P2 Rothenburg ob der Tauber

Wohnmobilstellplatz P2 Rothenburg ob der Tauber

Rothenburg ob der Tauber ist eine sehr gut erhaltene eindrückliche Mittelalterliche Stadt mit einer fast rundherum begehbaren Stadtmauer. Ist schon ein cooles Feeling dort oben langzulaufen. Insbesondere wenn man bedenkt, wer all die Jahrhunderte schon dort war.  Allerdings finden nicht nur wir diese Stadt toll. Selbst im Oktober ist die Stadt tagsüber proppevoll. Für unsere asiatischen Mitbürger scheint dieser Ort ebenfalls ein Pflichtziel bei Ihren Deutschland- bzw. Europareisen zu sein. Sogar in den Schaufenstern der Geschäfte findet man überall chinesische Schriftzeichen.

die eindrückliche Stadtmauer

Falls euch der kleine Hunger überfällt, haben wir noch zwei tolle Tipps. Mitten im Zentrum befindet sich eine Filiale der Metzgerei Erich Trumpp KG. Haben leider kein Foto von gemacht, aber dort kann man eigentlich auch nicht vorbeilaufen. Zwar ein ganz, ganz kleiner Laden, aber total urig mit einem im positiven Sinn, vollgestopften Schaufenster. Laut eigener Internetseite gehört diese Metzgerei zu den 25 besten in Deutschland – und das könnte stimmen. Probiert euch einfach mal ein bisschen durch.

Die zweite Pflicht ist der Schneeball. Ein megaleckeres Gebäck aus Mürbeteig das in Österreich und der Region Hohenlohe/Franken bekannt ist. Kriegt man hier an jeder Ecke.

Ein paar coole Caches gibts hier auch noch, vielleicht gibts dazu demnächst auch noch einen eigenen Blogeintrag.

Blaubeuren mit Blautopf

Nun sind wir endlich in Oberschwaben angekommen, zumindest oben am Eingang. Ganz in der Nähe von Ulm liegt Blaubeuren mit dem weltberühmten Blautopf, der zweit-wasserreichsten Karstquelle Deutschlands. Die oft sichtbare blaue Farbe des Wassers entsteht durch einen physikalischen Effekt der Lichtstreuung an den nanoskaligen Kalkpartikeln, die im Wasser dispergiert sind. – Was, ihr habt das nicht verstanden? – Ich auch nicht ;-)

der blaue Blautopf ;-)

Aber das ist auch egal, cool aussehen tuts. Allerdings sehr touristisch und daher auch voll hier. Am schönsten ist es noch in den frühen Morgenstunden oder am Abend.

Ebenso schön ist aber auch die Landschaft drumherum, das Kloster und die schnuckelige Altstadt.

Der nah gelegene Wohnmobilstellplatz ist vor kurzem komplett umgebaut worden, bietet 16 Stellplätze und kostet 10 € die Nacht, inkl. Entsorgung. Falls hier mal voll sein sollte, kann man für 8 € auch auf der gegenüberliegenden Wiese parken.

Klosterkirche mit coolen Dachschindeln

Ulm – hoch auf das Ulmer Münster

Am Montag stand nun ein absolutes Highlight auf dem Plan. Ich, der sich vor Höhenangst noch nicht mal ins Riesenrad traut, will den höchsten Kirchturm der Welt besteigen. Das Ulmer Münster, die größte evangelische Kirche Deutschlands mit ihrem 161,53 Meter hohen Turm. Gefühlsmässig ein wahnwitziges Unternehmen. Noch wahnwitziger wurde es, als wir in Ulm am Bahnhof ausgestiegen sind und langsam Richtung Innenstadt gegangen sind. Je näher wir kamen, desto höher wurde dieser Turm, aber kneifen gilt nicht. Wer eine große Klappe hat muss dann auch dadurch. Der Rest der Familie hat übrigens dankend abgelehnt.

Ulmer Münster mit wahnwitzig hoher Aussichtsplattform

Ok, meine Cachingleidenschaft war auch ein Grund für den Aufstieg. Hier gibt es nämlich ein Besonderheit, die heute nach geocaching.com-Richtlinien gar nicht mehr möglich ist, drei Caches übereinander, einer unten, einer in der Mitte und einer oben auf dem Turm. Die beiden ersten habe ich auch gefunden, den ganz oben leider nicht, dazu war oben leider zuviel los.

Der schmale Gang nach ganz oben.

Aber nun zum Aufstieg. Der erste innenliegende Teil ist noch recht easy. Schöne breite Wendeltreppe als „Einbahnstraße“. Hier war das größte Problem der „Drehwurm“. Das letzte Drittel hat es dann wirklich in sich. Hier gehts innen im Turm mit dauerhafter Sicht nach draußen auf einer megaengen Wendeltreppe weiter nach oben in die Spitze. Gegenverkehr ist hier schon sehr abenteuerlich. Auch oben auf der Aussichtsplatzform darf man definitv keine Platzangst haben. Das ist so eng, da hat man keine Chance aneinander vorbeizukommen. Selbst ich als schlanke Person muss geduldig warten bis es weiter rum geht. Insgesamt passen auch nur gut 10 bis 15 Personen gleichzeitig oben auf die Plattform.

Ziemlich eng hier – und so hoch!

Den Abschluß habe ich mir dann mit einer kleinen Cachingrunde in Ulm versüßt. Die drei Männer auf Cachingtour, die beiden Frauen auf Shoppingtour. Unsere Tour war gesünder, die Tour der Frauen teurer :-(

Weiter geht im 2. Teil…

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Wohmobilstellplatz P2 in Rothenburg ob der Tauber