Frühjahr 2019 Bremerhaven

Aufgrund von arbeits- und familiären Verpflichtungen können wir dieses Jahr leider nicht unsere Ostertour durchführen.  Umso glücklicher waren wir, das wir unseren Plan am Karnevalswochenende nach Bremerhaven zu „fliehen“, umsetzen konnten. Das Wetter war zwar nicht so prickelnd, aber der Karnevalsplan ist voll aufgegangen. Im hohen Norden haben sie es damit ja glücklicherweise nicht so mit. Bis auf unsere Tochter sind wir alle Karnevalsmuffel.

Dafür hatten wir ein schönes Alternativprogramm in Bremerhaven.

Die Tage vor Abfahrt wurden immer wieder die installierten Wetterapps auf dem Handy genötigt, uns eine Prognose anzuzeigen. Zwischendurch sah es erst sehr schlecht aus, dann erheblich besser und kurz vor Abfahrt, wenn die Prognosen dann auch stabiler sind, leider wieder schlechter. Aber ein echter Wohnmobilist lässt sich durch so etwas nicht abschrecken. Sturm und Regen stört uns doch nicht. Im Wohmobil haben wir es muckelig warm.

Außerdem konnten wir so den Omnia ausgiebig testen, den wir schon seit einem Jahr ungenutzt durch die Gegend fahren. Wir werden irgendwann auch nochmal einen Artikel darüber schreiben, aber soviel schon mal vorweg, ungenutzt wird der definitiv nicht mehr durch die Gegend gefahren. Nudelauflauf und Kuchen, auch ohne Backpulver (das hatten wir vergessen) waren super.

Auswandererhaus

Bremerhaven

Während die männliche Fraktion noch auf der Arbeit bzw. in der Schule war, packten die Frauen das Wohnmobil. Ein Tipp, nie erkältet und damit mit einer „Matschbirne“ das Wohnmobil packen. Warum? Dazu später mehr.

Also ging es wie üblich, direkt nach Feierabend los. Abfahrt kurz nach 18 Uhr. Auf dem Hinweg haben wir uns für die Autobahn entschieden. Erschien uns Abends im dunkeln die beste Lösung. Hat bis auf einen kleinen Stau auch alles gut geklappt, so daß wir gegen 22 Uhr wohlbehalten in Bremerhaven angekommen sind.

Der Stellplatz an der Doppelschleuse, An der Neuen Schleuse 6, 27568 Bremerhaven, war doch um einiges voller wie gedacht, da aber insgesamt 63 Plätze zur Verfügung stehen, war für uns noch einer frei.

Noch ein paar Worte zum Stellplatz, der übrigens am Samstagabend proppevoll war, in einigen aktuellen Bewertungen auf verschiedenen Internetseiten ist dieser Platz in der letzten Zeit ziemlich schlecht bewertet worden. Es wurde ein ziemlich übel gelaunter Platzwart und dreckige Sanitäranlagen bemängelt. Diese Aussagen können wir in keinster Weise bestätigen. Die zwei Platzwarte, die wir während unseres 3-tägigen Aufenthaltes angetroffen haben, waren sehr nett und hilfsbereit, auch die sanitären Anlagen waren sauber und gepflegt und wurden jeden Tag morgens gereinigt. Für 10 Euro pro Tag, 20 Euro Pfand für den Toilettenschlüssel und Brötchenservice ist dieser Platz, auch aufgrund seiner guten Lage (ca. 1,5 km von der Innenstadt entfernt) sehr empfehlenswert.

Abends nach dem Zähneputzen dann der Griff nach den Handtüchern. Doch der Griff ging ins Leere. Ach du sch… die Handtücher vergessen.

Wohnmobilstellplatz Doppelschleuse Bremerhaven

Am Samstag stand als erstes die Besichtigung des Klimahauses Bremerhaven 8° Ost auf dem Programm. Die Ausstellung bietet eine virtuelle Reise um die Erde auf dem östlichen Breitengrad 8 und durchschreitet dabei mehrere Klimazonen. Insgesamt gibt es 8 Stationen, Isenthal in der Schweiz, Seneghe auf Sardinien, Kanak im Niger, Ikenge in Kamerun, Königin-Maud-Land in der Antarktis, Satitoa auf Samoa, Gambell in Alaska und Hallig Langeneß in Deutschland. Von ca. -6 Grad bis 35 Grad ist alles dabei. Netter Funfact am Rande, die beiden am nächstgelegenden Städte in unserem Heimatort, Paderborn und Bielefeld liegen beide ebenfalls auf dem 8. Breitengrad.

Eine absolut lohnenswerte Ausstellung, auch für Kinder. Sehr zu empfehlen.

das Ufo bzw. Klimahaus

Aufgrund der Wetterprognose für Sonntag, haben wir den Samstag Nachmittag draussen verbracht. Stadtbummel stand auf dem Programm. Wir mussten ja noch ein paar Handtücher kaufen. Um das Familienoberhaupt gnädig zu stimmen, haben wir noch einige viele, ok, genau 10 Dosen gesucht. Die ersten 5 noch zusammen und den Rest das Familienoberhaupt allein. Beim cachen stellt man auch immer wieder fest, das man dadurch an Locations geführt wird, die man bei einem normalen Bummel wahrscheinlich nie gesehen hätte. Diese netten Gesellen auf dem nächsten Bild standen etwas abseits der Fußgängerzone und sind doch absolut sehenswert.

Wir wissen allerdings nicht, was der „Kollege“, zweiter von links, da oben entdeckt hat? Wir haben nichts besonderes gesehen.

Beeindruckt waren wir vom Cache „Kochbuch“. Also wenn ihr Cacher und in Bremerhaven seid, der Cache lohnt sich.

Pinguine in Bremerhaven

Das Sonntagswetter war leider, wie auch in den Apps angekündigt, nicht der Brüller. Ziemlich nass und windig. Der Plan, ins Auswandererhaus zu gehen, fiel so leider im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Schirm gerade halten war aufgrund des Windes unmöglich und wir wären dort als triefende Gesellen angekommen. Die Auswanderungsgenehmigung wäre uns wohl verweigert worden ;-)

Also gings nur zum Gassigehen raus. Ansonsten stand lesen und spielen auf dem Programm. So bekommt man den Tag auch gut rum. Aufgrund der ebenfalls nicht so guten Prognose für Rosenmontag, insbesondere bezüglich der Sturmböen, haben wir ebenfalls an einen Plan für Montag gebastelt. Eigentlich wollten wir Montag noch nach Papenburg, da in der dortigen Meyerwerft ja die Spectrum of the Seas vor den Dockhallen geankert hat. Das Auswandererhaus war der „Sieger“.

ein bisschen Wasser von Bremerhaven

Wir hatten dann tatsächlich Glück, am Montag ließ der Regen um 10 Uhr nach, so daß wir uns aufmachen konnten zum Auswanderhaus. Am Eingang bekommt jeder einen Boardingpass mit einem Auswanderer und einem Einwanderer. Es wird nämlich nicht nur die Auswanderungsgeschichte in die USA erzählt, sondern auch die Einwanderungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Die Personen in den Pässen sind unterschiedlich und auf der Reise durch die Ausstellung kann man genau diese Geschichte jeweils verfolgen.

Das Ganze ist sehr modern aufgebaut und insbesondere bei der Auswanderung fühlt man sich nicht nur dabei, sondern mittendrin. Auch für dieses Museum gibt es von uns eine klare Empfehlung.

Ulmer Münster mit wahnwitzig hoher Aussichtsplattform

Unser Hund reist im Wohnbereich mit. Ist ja auch nur ein kleiner Westie. Wobei wir vor einigen Jahren in Bremen einen Kastenwagen gesehen haben, dort stiegen zwei Personen und vier! große Hunde aus.

Es geht aber auch anders.

Wow, ein Wau-Mobil

Montagmittag gings dann wieder retour in Richtung Heimat, diesmal aber nur Autobahn bis Bremen und dann Landstraße. Ist einfach entspannter zu fahren und gerade für den Fahrer nicht so eintönig.

War nur eine kurze Reise, das Wetter auch nur durchwachsen, aber trotzdem ein voller Erfolg. Jeden Tag, den wir auf Tour verbringen, ist ein guter Tag!!!

Noch ein paar Worte zu unserem Omnia, den wir schon länger durch die Gegend fahren, aber bisher noch nie benutzt hatten. Samstag Abend war dann Premiere. Marmorkuchen aus dem Omnia, sogar ohne Backpulver, das lag auch Zuhause. Und was sollen wir sagen, es hat gut geklappt. Schreit definitiv nach einer Wiederholung. An das Foto hat leider keiner gedacht.

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Wohmobilstellplatz P2 in Rothenburg ob der Tauber