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Pfingstferien 2018 Müllerthal (Lux) und Vulkaneifel Teil 2

Weiter gehts mit dem 2. Teil. Nach den tollen Tagen in der Luxemburgischen Schweiz ging es wieder zurück nach Deutschland um uns noch ein bisschen in der Vulkaneifel umzuschauen. Die Vulkaneifel ist ein Teil der großen Region Eifel und liegt in Rheinland-Pfalz. Ein Großteil dieses Gebietes ist immer noch vulkanisch aktiv. Das sieht man z.B. auch an den austretenden Gasen am Laacher See, den wir aber leider nicht besucht haben.

Mendig

Unser erstes Ziel war das Vulkanmuseum in Mendig. Praktischerweise gehört zum Museum auch gleich ein Wohnmobilstellplatz, den man sogar kostenlos für 24 Stunden nutzen kann. Laut Beschreibung passen dort 30 Mobile drauf. Man steht auf Schotter und einige Stromsäulen mit Münzeinwurf gibt es ebenfalls. Entsorgen kann man auch kostenfrei. Ihr findet den Platz in der Brauerstrasse 3-7. Der Lava Dome ist ein für alle Altersgruppen sehr interessantes Museum. Auf insgesamt 700 Quadratmeter Ausstellungsfläche erfährt man viel bis alles über Vulkanismus. Es gibt auch noch einen Lavakeller zu besichtigen. Insgesamt spannt sich unterhalb der Stadt ein 3 qkm großes Netz von unterirdischen Lavakellern. Dieser sind einzigartig auf der Welt und befinden sich in 32 Meter Tiefe. Leider finden die Führungen für den Lavakeller wochentags nur jeweils um 13:30 statt. Da wir erst gegen 14:30 in Mendig angekommen waren, wir mussten ja noch Kaffeebohnen in Luxemburg kaufen ;-), hat das mit dem Lavakeller leider, leider nicht geklappt. Aber so hat man nochmal einen Grund wiederzukommen.

Nicht mehr das neueste Modell ;-)

Ein paar Meter weiter, auf der Stellplatzseite, befindet sich noch die Museumslay, ein Freilichtmuseum als Daueraustellung. Gezeigt werden die verschiedenen Zeugnisse der damaligen schweren Arbeit auf dem ehemaligen Grubengelände. Der Eintritt ist kostenfrei und lohnt sich ebenfalls.

Andernach

Eigentlich wollten wir vor Andernach noch eine Zwischenübernachtung in Plaidt machen. Aber das mit dem Platz, den wir uns vorab schon ausgesucht hatten, war dann doch nichts, so sind wir sofort die 5 km nach Andernach weitergefahren. Andernach liegt im romantischen Mittelrheintal und hat eine schöne historische Altstadt mit dem bekannten Rheintor als repräsentativer Stadteingang.

Cool ist das Projekt „Die Essbare Stadt“. Auf öffentlichen Flächen, auch mitten in der Innenstadt, werden Nutzpflanzen angebaut. Von Gemüsesorten wie Bohnen und Möhren, über Obst- und Beerensorten, gibt es auch Spaliergehölze und Küchenkräuter. Und hier heißt es nicht nur anschauen, sondern auch „Pflücken erlaubt“. Jeder darf sich hier für den Eigenverbrauch bedienen. So etwas nennt man dann Win-Win. Wir finden das Projekt klasse und man kann nur hoffen, das sich noch viele Nachahmer finden werden.

Der Wohnmobilstellplatz direkt am Bollwerk und Rhein, Uferstr. 5, bietet Platz für 70 Mobile, Preis pro Nacht 8 €, kassiert wird durch eine Platzwartin.

Ganz schön voll hier.

So direkt am Rhein und bei Sonnenschein lässt es sich gut aushalten. Stühle raus, sitzen mit Blick auf den Rhein und Kaffee bzw. Cappuchino in der Hand.

Anschließend eine große Stadtrunde mit Caching, Burgruine, Koblenzer Tor, Bollwerk, Alter Krahnen, Runder Turm und weitere Sehenswürdigkeiten.

Stadtansicht vom Rhein aus.

Alter Kranen

 

Ein absolutes Muss ist natürlich der Besuch des höchsten Kaltwasser-Geysir der Welt, ein spektakuläres Naturschauspiel. Der Besuch beginnt im Geysir-Zentrum in Andernach mit einer Reise 4000 m unter die Erde. Hier gehts durch verschiedene Ausstellungsbereiche. Gespickt mit interaktiven Exponaten, Experimentierstationen und Medieninstallationen machen die Rundtour durchs Museum zu einem Erlebnis. 1 1/2 Stunden sollte man mindestens dafür einplanen.

Wer nicht aufpasst, wird hier nass!

Der Geysir befindet sich in einem Naturschutzgebiet auf der Halbinsel Namedyer Werth. Mit dem Schiff wird übergesetzt und dann ist es nur noch ein kurzer Fußweg bis zum Geysir. Zirca alle 2 Stunden bricht der Geysir aus. Das Wasser schießt bis zu 60 Meter in die Höhe. Wer hier nicht aufpasst tritt den Rückweg feucht bis nass an ;-)

Das spektakuläre Schauspiel dauert mehrere Minuten. Der Geysir wurde zwar künstlich erschaffen, erstmals 1903 erbohrt, aber der Ausbruch erfolgt natürlich natürlich. Künstlich ist also nur das Bohrloch. Angetrieben wird die Fontäne von natürlichem Kohlendioxidgas, wie in einer geschüttelten Mineralwasserflasche. Apropos Mineralwasser, trinken kann man das Wasser auch.

Wer mehr über die Funktionsweise erlesen möchte, kann sich vertrauensvoll an Wikipedia wenden.

Bald hat es sich ausgeblubbert.

Nachts und im Winter wirds allerdings nichts mit dem Geysir. Der Geysir hält strikte Nachtruhe und vom 01. November bis Ende März fällt er in einen tiefen Winterschlaf. Das Bohrloch wird einfach verschlossen.

Neuwied

Den letzten Tag und die letzte Nacht haben wir dann spontan in Neuwied verbracht. Plaidt hatte ja nicht geklappt. Man steht dort etwas ausserhalb direkt am Jachthafen, Rheinstr. 180a, für 8 € die Nacht. Ver- und Entsorgung, Toiletten und Duschen sind inbegriffen. Lediglich für Strom muss ein weiterer Obolus entrichtet werden.

Stahlseile im Sonnenuntergang.

 

Dieser ruhige Stellplatz war genau richtig zum Ausklingen der Pfingstfahrt 2018.

Hä?

 

Was hat sich der Schildaufsteller wohl dabei gedacht? – Hat er überhaupt was gedacht? – War er vielleicht leicht angeheitert? – Oder anderweitig abgelenkt?

Eine Diensttreppe, die auch von den Bediensteten nicht benutzt werden darf, steht ja „Kein Durchgang“. Sollen die etwa fliegen? Oder bleibt der Beamte einfach unten stehen?

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