Christi Himmelfahrt 2019 Thüringen

War ja jetzt eine lange Pause von Anfang März bis Christi Himmelfahrt. Fast drei Monate ohne Wohnmobiltour. – Aber wir haben es überlebt! – Nun gehts aber wieder los für 4 Nächte nach Thüringen. Von Mittwochnachmittag bis Sonntag. Petrus hatte diesmal auch ein Einsehen, Wasser von oben gab es auf dieser Tour nicht. Davon hatten wir in Bremerhaven allerdings auch mehr als genug. Es war sogar deutlich wärmer wie vorhergesagt.

Allerdings hatten wir diesmal auch deutlich mehr Anreisestress. Die Autobahnen waren pickepacke voll. Fast eineinhalb Stunden haben wir in mehreren Staus eingebüßt.

Bad Salzungen

Als Ziel haben wir uns den großen Sole Reisemobilstellplatz ausgesucht. Dieser hat 80 Plätze und damit genügend Kapazität für das Himmelfahrtswochenende. War die meisten Tage auch bis auf 3 Plätze belegt. Der Platz ist echt toll angelegt. Das Wohnmobil steht auf einer Art Gitterstein und daneben ist noch eine Fläche gepflastert. Zusätzlich sind die einzelnen Buchten mit Grün, mal höher, mal niedriger, abgetrennt. Pro Nacht zahlt man 10,00 € zzgl. Kurtaxe Erwachsener ab 16 1,50 € und Kinder 0,75 €. Hunde sind frei. Toiletten gibt es allerdings nicht, aber kostenlose Entsorgung. Duschen kann man für 2,00 € im nahe liegenden Solebad. Dort kann man sich auch abends bis 22 Uhr anmelden, da der Platzwart nur von 13 – 18 Uhr anwesend ist.

Ein Teil des Stellplatzes. Auf der anderen Seite gehts auch noch weiter.

Einer der ersten Aktion war Kuchen backen im Omnia. Bei der Bremerhaven-Tour noch ohne Backpulver, jetzt mit. Also, man muss echt sagen, der Omnia ist schon geil. Schaut euch das Ergebnis an. Da es noch kein Geschmacksinternet gibt, müsst ihr euch den jetzt denken. Super locker und himmlisch lecker.

Backe, backe Kuchen….

Am Donnerstag haben wir uns dann erst Bad Salzungen angeschaut. Schöne Kleinstadt mit knapp 20.500 Einwohnern. Die Innenstadt ist vom Stellplatz geschätzte 600 – 700 m entfernt, ebenfalls in gleicher Entfernung gibt es einen großen Kaufland. Also verhungern und verdursten muss auch niemand.

Stadtsee

 Drachenschlucht und Wartburg

Am Freitag stand die Drachenschlucht bei Eisenach auf dem Programm. Haben zu dieser Schlucht schon mehrere Youtube-Reisevideos gesehen und gedacht, da müssen wir auch mal hin, zumal uns dass Müllerthal in Luxemburg ja auch so gut gefallen hat. Die Schlucht und der ganze dazugehörige Wanderweg ist auch echt schön, allerdings nicht ganz so spektakulär wie in Luxemburg.

Parken wollten wir eigentlich auf dem Parkplatz Hohe Sonne, der ist allerdings nur für PKWs, obwohl dort auch Wohnmobile standen. Wir sind dann weiter gefahren ins Mariental. Dort kann man super am Straßenrand stehen.

Ohne Gitter gibts nasse Füße :-)

Von diesem nördlichen Eingang geht man knapp 3,5 km zur Hohen Sonne. Deshalb auch stetig leicht bergauf. Der ganz enge Schluchtteil, der sich über knapp 300 m hinzieht, kommt im ersten Drittel des Weges. An der engsten Stelle haben wir knapp 68 Zentimeter zur Verfügung. Da kann es dann auch schon mal eng werden.

Da es an den Vortagen noch geregnet hatte, war der Weg stellenweise eine matschige Angelegenheit, mit Wanderschuhen aber überhaupt kein Problem. Unser Hund war allerdings nicht mehr weiß, sondern schwarz/weiß. Der häufigste Kommentar der entgegenkommenden Wanderer, „Der muss nachher aber auch in die Waschmaschine.“ ;-)

An der Hohen Sonne gibt es eine Imbissmöglichkeit mit lecker Thüringer Bratwurst.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen Abstecher zu den Knöpfelsteichen und zur Elfengrotte gemacht.

Mit Gegenverkehr wird’s eng.

 Wartburg

Da wir mit unseren Kräften noch nicht am Ende waren und unsere Tochter unbedingt zur Wartburg wollte, da sie dieses Thema schon in der Schule hatte, haben wir kurzerhand die Wanderung bis zur Wartburg verlängert. Wäre ja auch fahrlässig nicht dorthin zu gehen, die Burg ist immerhin seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe. Der Name bedeutet Warte, also Wach- bzw. Wächterburg. Um dort hin zukommen, ging es nochmal steil bergauf, sie liegt nämlich auf 411 m ü. NHN.

Und es hat sich echt gelohnt. Da es allerdings sehr voll war, haben wir auf die Burgführung verzichtet, ist auch nicht ganz billig, Erwachsene 10 € und Kinder 5 €. Für je 1 € haben wir uns aber die Turmbesteigung gegönnt.

Insgesamt hatten wir dann mit Drachenschlucht und Wartburg 20 km auf dem „Fußtacho“.

Ulmer Münster mit wahnwitzig hoher Aussichtsplattform

 Mini-a-thür und Sommerrodelbahn

nach dem gestrigen Gewaltmarsch wollten wir es am Samstag ein bisschen ruhiger angehen. Für Powermärsche war es aber auch eh zu warm. In Ruhla gibt es einen Modellpark mit über 100 Thüringer Bauwerken im Maßstab 1:25 auf einer Fläche von 18.000 qm. Ist recht nett gemacht das Ganze. Direkt nebenan befindet sich noch eine ca. 900 m lange Sommerrodelbahn. Die Bahn kann man übrigens ohne zwischendurch zu bremsen mit Vollgas fahren. Angeblich soll man so Geschwindigkeiten von 40 km/h erreichen. Ob das wirklich so schnell war? – Keine Ahnung.

Saline von Bad Salzungen

Am Sonntag war dann Abreisetag. Auf der Hinfahrt hatten wir schon Werbeplakate für ein Mittelalterfest in Vacha gesehen. Dort wollten wir daher noch einen Zwischenstopp einlegen. Das Fest war aber nicht so dolle, einmal kurz drübergeschlürrt und wieder zurück zum Wohnmobil.

Allerdings gibt es in Vacha noch etwas anderes geschichtlich interessantes zu sehen, nämlich die 225 m lange Steinbogenbrücke aus dem Mittelalter, die Vacha mit Philippsthal über die Werra verbindet. Zu DDR-Zeiten lag die Brücke unmittelbar auf der innerdeutschen Grenze. Nun ist sie natürlich wieder frei begehbar und wir auch „Brücke der Einheit“ oder „Friedensbrücke“ genannt. Wer sich noch näher dafür interessiert, wird bei Wikipedia fündig.

Auf dem Foto kann man die Werra gar nicht sehen, ich versichere euch aber, sie ist da.

Brücke der Einheit

Zum Abschluss möchten wir euch noch ein schönes Schild zeigen, was wir auf unserer Rundtour um den Stadtsee von Bad Salzungen gesichtet haben.

Alles klar?

Wohmobilstellplatz P2 in Rothenburg ob der Tauber

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