Sommer 2022 anders als sonst

Eigentlich sollte die Überschrift ja heißen: „Sommer 2022 Belgische Nordseeküste“. Aber leider hat das Leben dazwischengegrätscht .-( und gesundheitlich einiges auf den Kopf gestellt. Somit fällt die Sommertour ins Wasser und die Herbsttour wohl gleich mit. Wir hoffen jetzt auf 2023. Drückt uns die Daumen.

Wie 2020 auch, steht auch dieses Jahr daher wieder Gartenesien auf dem Programm. Der gesunde Teil der Truppe unternimmt in der Ferienzeit aber ein paar Ausflüge über die wir hier berichten wollen.

Symbolfoto Kartbahn

Kartbahn Büren

Ein- bis zweimal im Jahr gönne ich mir mit meinem Sohn ein Battle auf der Outdoor-Kartbahn. Früher waren wir immer auf der Strecke in Harsewinkel, diese ist aktuell aber nicht nutzbar, daher sind wir letztes Jahr auf Büren ausgewichen. Diese Strecke ist ein bisschen anspruchsvoller und hat eine Zeitnahme, die Harsewinkel nicht hat. Da sich die Strecke in einem Industriegebiet befindet und die nächsten Wohnhäuser weiter weg sind, kann hier Mittags durchgefahren werden.

Obwohl ich 30 Jahre älter bin und knapp 18 kg mehr wiege, bin ich nur knapp 6 Zehntel langsamer pro Runde. Ich bin damit ganz zufrieden, mein Sohn allerdings weniger :-) Mit einer längeren Pause dazwischen fahren wir in der Regel zwei 10 Minuten-Sessions. 10 Minuten hört sich wenig an, aber wenn man nicht regelmässig fährt, ist das ganz schön lange. Die Arme tun hinterher weh und der Rachen ist furztrocken.

Als wir die ersten Male gefahren sind, haben wir noch gedacht, besser so wenig Karts wie möglich auf der Piste, haben dann aber irgendwie gemerkt, je mehr, desto besser. Wenn man sich zwischendurch mal batteln kann bzw. jemanden überholen/überrunden kann, macht es viel mehr Spaß.

Symbolfoto Swingolf

Swingolf

Knapp 20 km von uns entfernt befindet sich die älteste Swingolf Anlage Deutschlands. Swingolf kann man auch mit „Golf für Jedermann“ beschreiben, also auch für solche Amateure wie wir. Mit einem Einheitsschläger, einem Gummiball und einem Abschlagspin geht es auf die 18-Loch Runde. Man sollte auch ein bisschen Zeit mitbringen. Mit 3 Stunden bei 3 Personen muss man rechnen und einige Kilometer legt man ebenfalls zurück, da die Bahnen zwischen 80 und 200 m lang sind. Wenn es voll ist und man bei manchen Bahnen warten muss, entsprechend länger.

Die Definition des Spaßfaktors ist in unserer Famile bezüglich Swingolf sehr unterschiedlich. Die beiden männlichen Akteure sind begeistert, die weibliche Fraktion ist eher zwiegespalten. Ich gebe aber auch zu, ein ruhiges Grundgemüt hilft bei Anfängern wie uns enorm. Swingolf sieht doch einfacher aus als es ist. Und bekommt man mal einen super Schlag, so 60-70 m weit und genau in die gewünschte Richtung, hin, folgt mit hoher Wahrscheinlichkeit anschließend ein voller Dilletantenschlag. Entweder nur ein paar Meter weit oder vollkommen in die falsche Richtung und gerne dann auch mal ins Gebüsch. Apropos Gebüsch. Wenn man seinen Ball im selbigen suchen muss, und sich zeitgleich schadenfrohe Kommentare der Mitspieler anhören muss, macht es Sinn zufällig gefundene Bälle ebenfalls einzusammeln. Ich hatte diesmal sogar einen gleichfarbigen Ball wie meinen gefunden. Den habe ich eingesteckt um ihn anschließend mit abzugeben. Später auf der Runde habe ich meinen Spielball dann so dämlich im Gebüsch versenkt, das auch die Mitsuchenden Augenpaare nicht fündig geworden sind. Dafür ist ein Ersatzball dann echt gut.

Neben Swingolf kann man hier übrigens auch Spielgolf, Fußballgolf und 3D-Schwarzlicht-Minigolf spielen. Also für jeden etwas dabei.

Blick in das Krankenhausmuseum.

Krankenhausmuseum Bielefeld

Wollt ihr mal ein kleines schnuckeliges und ungewöhnliches Museum besuchen? – Ja? – Dann fahrt nach Bielefeld. – Ja, Bielefeld gibt es wirklich und Bielefeld hat ein Krankenhausmuseum. – Klein aber fein, sage ich euch und von uns Zuhause keine 30 km entfernt.

Wenn ich ehrlich bin, bis vor zwei Jahren wusste ich nicht Mal, das es bei uns in der Nähe ein Krankenhausmuseum gibt. Habs zufällig in einem Zeitungsartikel gelesen und anschließend wieder vergessen. Als jetzt die Überlegungen anstanden, was wir im Sommer unternehmen können, schaute dieses Museum aus den hinteren Gehirnwendungen hervor. Also haben wir uns Sonntags auf den Weg gemacht, ist nämlich nur Sonntags zwischen 14:00 und 17 Uhr geöffnet, wochentags nur nach Anmeldung. Erwachsene zahlen 2 €, Kinder ab 12 Jahre 1 €. Sehr empfehlenswert ist das Museumsquiz. Es gibt eine Kurzversion für Kinder ab 9 Jahren und eine ausführliche die sich an Jugendliche richtet. Diese haben wir auch absolviert. Dazu lädt man sich die Biparcours-App herunter und scannt vor Ort den Quiz-QR-Code und los gehts.

Betreut wird das Museum von einem sehr netten Ehepaar, die beide im Gesundheitswesen tätig waren und mit sehr viel Fachwissen glänzen können. Man kann sie jederzeit ansprechen und Fragen stellen. Ich glaube es gibt hier im Museum kein Exponat, worüber sie nichts erzählen können.

Der Blogschreiber im Eurocopter.

Hubschraubermuseum Bückeburg

Das Museum befindet sich mitten im Stadtzentrum von Bückeburg und ist das einzige reine Drehflügler Museum Deutschlands. Erwachsene zahlen 9,50 € Eintritt, Kinder und Jugendliche 4,50 €. Dafür gibt es aber sehr viel zu sehen. Auf über 2500 qm Ausstellungsfläche findet ihr 51 original große Trag-, Flug.- Verwandlungs- und Hubschrauber.

Mein Highlight war der Eurocopter EC-665 Tiger, ein deutsch-französischer Kampfhubschrauber. Dieses Mode,l der 3. Prototyp, ist auch im James-Bond-Film „GoldenEye“ zu sehen. Netterweise hat mir ein Museumsmitarbeiter ermöglicht, einmal in diesem Hubschrauber Platz zu nehmen und zwar als Waffensystemoffizier. Ich sag euch, gar nicht so einfach da rein- und auch wieder rauszukommen. Muss man ganz schön klettern und viel Platz ist in der Kabine auch nicht.

Eifelturm des Ruhrgebiets

Zeche Zollverein Essen

Die Zeche Zollverein Essen, übrigens UNESCO-Welterbe, steht ebenfalls schon länger auf der ToDo-Liste, hat bisher nur nie geklappt. Von 1851 bis 1986 war das hier ein aktives Steinkohlekraftwerk.

Die Zeche Zollverein wird auch „Eiffelturm des Ruhrgebiets“ genannt. Wenn man den großen Doppelbock-Förderturm von Schacht 12 sieht, weiß man auch warum. Das ganze Gelände ist ein Architektur- und Industriedenkmal und man kann sich dort frei bewegen und die Industrieanlagen von Aussen und teilweise auch von Innen besichtigen. Auch einige Museen, von denen wir zwei besucht haben, befinden sich hier.

Hier findet man auch die bekannte rote Rolltreppe, die mit 58 m die längste freistehende Rolltreppe Deutschlands ist. Eine Seite hoch, die andere wieder runter, jeweils 250 m lang mit 90 Sekunden Fahrzeit. Joko und Klaas kennen diese Rolltreppe auch genau. 2019 in der Sendung „Joko & Klaas gegen Pro Sieben“ war die Aufgabe sich 45 Minuten lang auf der abwärtsfahrenden Rolltreppe aufzuhalten. Das funktioniert natürlich nur, wenn man selbst fast permanent aufwärts geht. Sucht mal bei Youtube nach dem Video, es lohnt sich.

Viele von euch haben wahrscheinlich auch schon vom Werksschwimmbad gehört. Zwei aneinander geschweißte Überseecontainer laden im Sommer zum kostenfreien Badespaß ein.

reddot museum

RedDot Museum und Ruhrmuseum

Eines vorweg, das reddot design museum in Essen gehört für mich, genau wie das hier auch schon vorgestellte Krankenhausmuseum, zu den Perlen der deutschen Museumslandschaft.

Den Begriff „reddot“ haben die meisten von euch wahrscheinlich schon einmal gehört. Das ist eine Designauszeichnung für Produkte aller Art. Ok, manchmal fragt man sich schon, warum gerade dieses Produkt besonders vom Design sein soll, aber so etwas ist ja auch individuell.

Aber zwei Dinge machen dieses Museum in meinen Augen so besonders. Fast alle Ausstellungsstücke darf man anfassen und auch ausprobieren, das ist schon sehr aussergewöhnlich. Ebenfalls aussergewöhnlich ist die Location. Die großen alten Industrieanlagen sind komplett in dem Gebäude geblieben und die Ausstellungsstücke fügen sich da wunderbar ein. Das kann man einfach nicht beschreiben, sondern muss man wirklich selbst gesehen haben. Eintritt kostet für Erwachsene 9 € und für Jugendliche 4 €. Freitags ist Pay-What-You-Want.

Das zweite Museum ist das Ruhrmuseum. Die Location ist genauso cool wie im RedDot Museum, ansonsten aber unserer Meinung eher für Ruhrpottler interessant, da das Museum sich mit der Ruhrpottgeschichte auseinandersetzt. Trotzdem gibt es auch hier noch weitere Highlights. Um in den Eingangsbereich zu gelangen, fährt man mit der schon beschriebenen Rolltreppe. Innerhalb des Museums gehts dann in ein futuristisches Treppenhaus. Ebenfalls richtig cool ist der Weg auf die Dachterrasse, von der man einen schönen Blick über das Gelände hat. Um dort hinzukommen muss man oberhalb des Maschinenparks über diverse Metallbrücken laufen. Eintritt hier 8 €, Jugendliche 0 €.

Treppenhaus im Ruhrmuseum

Cachingtour mit Labcaches in Bad Salzuflen

In Bad Salzuflen gibt es einige nette Labcaches. Kleiner Tipp, wenn man sich die vorab schon mal am PC anschaut, kann man die verschiedenen Stationen so miteinander verbinden, das man mehrere Labcaches parallel absolvieren kann und nicht mehrfach kreuz und quer durch die ganze Stadt muss. Dazu drucke ich mir immer über Google Maps einen Kartenausschnitt aus und markiere die ungefähren Standorte der einzelnen Lab-Stationen.  Hier in Bad Salzuflen habe ich spontan sogar noch einen weiteren eingebaut, da dieser bei der Vorbereitung noch gar nicht erfasst war.

Besonders gut gefallen hat mir hier der Lab „Abstecher zum Hallenbrink“. Zu den einzelnen Stationen gibt es jeweils ein Foto, auf dem irgendein Detail anders ist, wie in Wirklichkeit. Diese Fehler muss man dann jeweils finden.

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