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Bergrennen Osnabrück 2025

Was ist nachmal am 1. Augustwochenende? Ach ja, Bergrennen in Osnabrück, das nördlichste in Deutschland. Samstag zusammen mit Leon, Sonntag leider nur alleine. Fahrerfeld eigentlich nicht mehr zu toppen.

Fertig zum Abtransport

Wie immer steht für Samstag Fahrerlager, Startbereich und Strecke an, Sonntag Strecke  mit verschiedenen Standorten. Da das Glasbachrennen in Thüringen ja dieses Jahr pausiert haben es die Osnabrücker geschafft einen Europameisterschaftslauf hier auf die Strecke zu bringen. So cool.

Dementsprechend ein Megafahrerfeld. Bei den Tourenwagen natürlich wieder Ronnie Bratschi mit seinem brachialen Mitsubishi Lancer, diesmal aber auch Reto Meisel im Mercedes SLK 340 Judd und igor Stefanowski im Ferari 488 Challenge Evo. Das absolute PS-Monster bringt aber der Pole Grzegorz Rozalski mit. Sein Mitsubishi Lancer Evo 9 AMS hat über 1000 Pferdestärken unter der Haube.

Auch bei den Rennsportfahrzeugen sind natürlich fast alle Toppfahrer da, wie z.B. der Vorjahressieger Patrick Zajelsnik, der französische Routinier Sebastian Petit, sein Bruder Kevin Petit, der Spanier Joseba Iraola Lanzagorta, die drei Schweizer Marcel Steiner, Joel Volluz, und Robin Faustini und natürlich auch Christian Merli aus Italien. Alle fahren mittlerweile einen Nova NP 01-2 C.

Konzentration vorm Start

02.08.2025 – Training

Das Wetter ist fast ein Deja-vu vom vergangenen Jahr. Die Woche vorher schon regen und während er Hinfahrt ebenfalls. Erst kurz vorm Ziel kommt kein Wasser mehr von oben. Mit der Erfahrung aus dem vergangenen Jahr fahre ich diesmal nicht auf den Acker zum parken sondern bleibe in Borgloh in einer Wohnstraße stehen. So ist der Fußweg zwar ein wenig länger, aber da komme ich definitiv wieder alleine weg.

Während die erste Startgruppe die knapp über 2 km lange Strecke in Angriff nimmt, schlendern wir durch einen Teil des Fahrerlagers, das sich hier weit verteilt. Eine kleine Gruppe auf einem großen Hof, zwei große Wiesen mit Fahrzeugen und die Straße hoch nach Borgloh. Zu Beginn der zweiten Startgruppe kommen wir dann auch unten im Startbereich an und schauen dort zu wie dei Fahrzeuge zum Start vorziehen. Natürlich mit Ohrenstöpsel. Robin Faustini, einer der Mitfavoriten, sehen wir hier leider zum ersten und letzten Mal an diesem Wochenende, da er gleich bei der ersten Trainingsauffahrt seinen Boliden in die Leitplanke setzt und für dieses Wochenende irreparabel beschädigt. So schade.

Den zweiten und dritten Trainingslauf schauen wir uns dann auf der zweiten langen Gerade an. Die meiste Zeit eingehüllt im Regencape. Von den knapp 10 Stunden, die wir uns heute insgesamt an der Strecke aufhalten, sind knapp die Hälfte verregnet, aber das hält einen echten Fan nicht ab.

So geht es auch!

Aufgrund des vielen Regens gibt es natürlich auch einige Ausrutscher, aber trotzdem passt es zeitlich so gut, das sogar noch ein 4. Trainingsdurchgang durchgezogen werden kann.

Diesen letzten Lauf gucken wir uns an der langen Startgeraden an. Hier kann man schön sehen wie brachial die Fahrzeuge hier beschleunigen. Am Ende dieser Geraden haben einige Herren vorm Bremsen über 220 km/h drauf,  Wahnsinn. Die Location hier ist eigenlich sehr gut, allerdings steht hinter uns ein Partytruck mit ziemlich lauter Musik. Die einzige Musik die ich hier aber hören will sind die Motoren.

So gegen 18:00 Uhr sind dann auch alle 4 Läufe durch und wir  können ganz entspannt zurück zum Auto laufen.

1000 PS

03.08.2025 – 3 Rennläufe

Meine Hochachtung als fleißigstes Team bekommt der Belgier Andy Heindrichs mit seinem Opel Corsa. Beim gestrigen Trainig bei einsetzendem Regen das Auto in die Reifenstapel gesetzt und die Vorderachse verbogen und damit eigentlich Ende des Rennwochenendes, aber was macht Papa Heindrichs? Setzt sich ins Auto, fährt zurück nach Belgien und holt eine neue Achse, die Nachts dann auch noch erfolgreich eingebaut werden kann. Hut ab.

Wettermässig sieht es heute besser aus. Morgens erst noch Regen, ab ca. 10 Uhr dann aber trocken und nachmittags sogar Sonne. Die ersten anderhalb Durchgänge sitze ich wieder an Kurvenkombination nach der 2. Gerade wo viele Fahrzeuge gerne ein bisschen mit dem Arsch wackeln. Im ersten Lauf werden noch keine Toppzeiten gefahren, da die Strecke noch feucht ist, so werden der zweite und dritte Lauf über die Plazierungen entscheiden, da wie im letzten Jahr, die zwei besten Laufzeiten zusammengerechnet werden.

Nach spannenden Rennläufen siegt bei den Tourenwagen, wie im Vorjahr, Ronnie Bratschi. Zweiter mit 0,5 Sekunden Rückstand das 1000-PS-Monster von Grzegorz Rozalski und Reto Meisel als Dritter. Eine bessere Plazierung hat Reto Meisel im zweiten Rennlauf verspielt, als er im oberen Streckenabschnitt in einer Kurvenkombination Ping-Pong gespielt hat. Einmal kurz links und einmal kurz rechts die Leitplanken touchiert hat dann doch zuviel Zeit gekostet. Rang 4 geht an Igor Stefanowski im Ferrari, Rang 5 der Pole Karol Kupa im Skoda Fabia CT und 6. der Tscheche Dan Michl in seiner altbekannten Lotus Elise.

Die letzen eineinhalb Rennläufe sitze ich wieder oben in der langgezogenen Kurve. Nach dem zweiten Rennlauf sind die Toppfahrer der offenen Sportwagen so nah beieinander das es noch mindestens 5 Siegkandidaten gibt und mit knapp über 50 Sekunden von Start bis Ziel sind wir auch gar nicht weit vom Streckenrekord entfernt. Als allerletzter Starter auch mit sehr guter Siegchance macht sich Christian Merli auf die Piste hat aber leider die Defekthexe im Heck und rollt schon am Ende der Startgeraden mit Getriebeschaden aus. Schade, aber so ist Motorsport. Nach einigen tollen Siegen hier in Osnabrück hat der sympatische Italiener in den letzten drei Jahren das Pech am Gasfuß kleben.

Letztendlich gibt es daher auch bei den offenen Sportwagen ein Deja-vu vom letzen Jahr mit dem verdienten Sieg von Patrick Zajelsnik, der im dritten Rennlauf den Streckenrekord nur um knapp eine halbe Sekunde verfehlt hat. Zweiter wird Sebastien Petit vor seinem Bruder Kevin. Vierter im Bunde ist Joseba Iraola Lanzagorta vor Marcel Steiner und als 6. Joel Vulluz.

Rückführung

Fazit

Wie immer mega geil und nächsten Jahr bin ich natürlich auch wieder hier.

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