Glasbachrennen 2026 Bad Liebenstein
Leider besteht dieses geile Männerwochenende diesmal nur aus einer Person, da Leon leider nicht mitfahren kann. Nach 2024 steht wieder das Glasbachrennen mit Europameisterschaftslauf auf dem Programm. Nach 2017, 2018, 2019, 2022, 2024 bin ich jetzt zum 6. Mal hier.
Was ein Bergrennen ist, habe ich beim ersten Blogeintrag zu diesem Thema schon erklärt. Über diesen Link kommt ihr direkt dorthin.
Wie immer Samstags beim Training Startbereich, Fahrerlager und Schikane, Sonntag dann oben im Zielbereich und weiter an der Strecke entlang mindestens bis zur Haarnadelkurve. Eigentlich wollte ich dieses Jahr ja mit Wohnmobil fahren, aber aufgrund technischer Probleme musste ich doch kurzfristig auf unseren neuen Kia EV4 zurückgreifen. Habe mir dann ein kleines Einzelzimmer in Stadtlengsfeld gebucht. Von hier aus sind es Samstag knapp 25 km bis Bad Liebenstein und Sonntag knapp 37 bis Ruhla. Letztendlich ist das auch gut so. Der offizielle Campingground an der Strecke ist Samstag schon ziemlich matschig und ich weiß das da Sonntagabend nicht alle Fahrzeuge selbstständig runtergekommen sind. Zudem wäre mein Plan am Sonntag einfach mit dem Wohnmobil nach Ruhla hochzufahren und wie die PKWs am Straßenrand zu parken wohl gescheitert. Ich hätte dort abends gar keine Chance gehabt zu drehen. Von daher alles gut so wie es ist.
Zwei Tage Bergrennsport vom Feinsten für jeweils 20€ pro Tag steht mir bevor. Bei den Tourenwagen sind so topp Fahrer und Fahrzeuge dabei wie Reto Meisel mit seinem brachialen Mercedes-Benz SLK 340, Javier Villa Garcia mit einem BRC 110T, der dieses Wochenende noch eine besondere Rolle spielen sollte und noch viele mehr. Nicht dabei dieses Jahr Ronnie Bratschi mit dem coolen Mtsubishi Lancer, das Fahrzeug ist nach einem Unfallschaden leider noch nicht wieder fahrbereit. Auch bei den offenen Sportwagen geht jedem Bergrennfan das Herz auf, Christian Merli, Petr. Trnka, Joseba Iraola Lanzagorta, Kevin Petit, Alexander Hin, Christoph Lampert, alle auf Nova Proto NP01 und weitere.
13.06.2026 – Training
Den Samstag gehts erstmal zum Fanshop, eindecken mit neuem T-Shirt und Basecap. Bevor es direkt an die Strecke geht, erstmal der obligatorische Gang durchs Fahrerlager. Die beiden Klappstühle sind übrigens nicht mehr da ;-) (Wer den Bericht aus 2024 gelesen hat, weiß Bescheid). Toll wie das Dorf hier zusammenhält und die Fahrer ihre Lager teilweise sprichwörtlich in den Gärten der Bewohner aufgeschlagen haben.
Anschließend endlich zur Strecke im Startbereich, wo die Fahrzeuge im Meterabstand an einem vorbeidonnern. Nochmal zurück ins Fahrerlager die Rückkehr der Toppfahrer beobachten, wieder an die Strecke auf die andere Seite und während der Rückführung mit dem Shuttlebus hoch zur Schikane. Hier aber nicht wie sonst auf den LKW-Auflieger, sondern etwas höher auf der anderen Seite der Strecke.
Nach dem 2. Durchgang mit dem Shuttlebus zurück, den letzten Platz noch bekommen, und und nochmal eine neue Zuschauerstelle ausprobieren. Hier am Ende des ersten Kurvengeschlängels ist auch ein sehr empfehlenswerter Spot. Muss ich mir für die nächsten Jahre merken.
Nach dem dritten Trainingslauf, der gegen 20:00 Uhr beendet ist, geht es dann müde aber glücklich zurück zum Auto und in die Pension.
War ein geiler erster Tag mit viel Rennaction und Gänsehautmomenten. Morgen gehts dann mit den Rennläufen weiter.
14.06.2024 – 2 Rennläufe
Arschkalt heute. Vor zwei Jahren noch Sonnig und knapp 20 Grad, heute voll bewölkt, windig und magere 14 Grad. So ist das halt bei „Draußensportarten“, Wetter ist Wetter, daher nix mit beklagen, das wird so hingenommen.
Da die Strecke vor zwei Jahren etwas verkürzt wurde, da durch die Vielzahl der Fahrzeuge, der Platz oben eng wurde, ist der Zieleinlauf nicht mehr so interessant, so bin ich heute sehr früh, schon vor Rennstart da, damit ich schon ein Stück der Strecke langwandern kann. Ich möchte als erstes zur Haarnadelkurve und dafür muss ich einmal die Rennstrecke kreuzen und das geht logischerweise nur ganz am Anfang vorher oder zwischen den Rennläufen. Hier genieße ich den ersten Lauf und gehe anschließend gestärkt durch eine echte Thüringer Bratwurst, die ist hier Pflichtprogramm, weiter entlang der Strecke und suche mir einen neuen Spot.
Der 2 und letzte Lauf hat es dann richtig in sich und hier kommt Javier Villa Garcia in seinem BRC wieder ins Spiel. Im ersten Lauf mit technischen Problemen mit einer Zeit von 2:26,217 noch unter ferner liefen, brennt der Spanier im zweiten Lauf eine unglaubliche 2:09,650 auf die Strecke und unterbietet damit den aktuellen Tourenwagenstreckenrekord um unglaubliche 4,7 Sekunden. Selbst die Kommentatoren sind lange ungläubig. Wie hat er das bloß gemacht. Sieger bei den Tourenwagen wird aber der Favorit Reto Meisel aus der Schweiz, der ziemlich gleichmäßig einmal mit 2:14,333 und 2:14,736 ins Ziel kommt.
Auch bei den offenen Sportwagen ist es sehr interessant, wobei der Streckenrekord von knapp 1:55 bei weitem nicht in Gefahr gerät. Nach dem ersten Durchgang kann sich Joseba Iraola Lanzagorta noch knapp vor Christian Merli behaupten, im zweiten Lauf dreht der Italiener dann aber den Spieß um und holt den Tagessieg mit einem hauchdünnen Vorsprung von 2 Zehnteln. Schnellste Zeit im 2. Durchgang 1:58,139. Nachdem vor zwei Jahren auf den ersten 9 Plätzen 9 verschiedene Nationen vertreten waren, ist es diesmal ähnlich, 7 Nationen auf den ersten 9 Plätzen. Wie schon geschrieben, Sieger Christian Merli aus Italien, vor Joseba Iraola Lanzagorta aus Spanien, Kevin Petit Frankreich, Petr. Trnka Tchechien, Alexander Hin Deutschland und Christoph Lampert aus Österreich alle auf Nova Proto NP01. Auf Platz 7 folgt dann der Sohn von Alexander Hin, Benjamin Noll auf Osella PA30, Platz 8 Michael Bodenmüller auf Osella FA30 und der Italiener O“ Play auf Nova Proto NP03
Fazit
Was war das für ein geiles Wochenende. 5 Läufe insgesamt, in jedem Lauf knapp 130 Fahrzeuge, gutes Rennwetter. Für nächstes Jahr ist das Glasbachrennen wieder fest eingeplant.






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