Fronleichnam 2021 Sevelen

Jubel, Trubel, Heiterkeit. Geil, geil, geil. Megamässig Hammer gut. Das ist kaum in Worte zu fassen. Es geht endlich wieder los… die erste Tour in 2021, die erste Tour seit knapp 11 Monaten!

Die Planung war diesmal allerdings ein bisschen chaotisch und kurzfristig. Man konnte ja nicht vorhersehen, wie sich die Coronazahlen so entwickeln. Trend war ja die letzten Wochen erkennbar, aber bleibt das wirklich so? Eigentlich wollten wir Richtung Niedersachen, da dort ja Fronleichnam kein Feiertag ist, allerdings zum Planungszeitpunkt durften wir noch nicht dorthin. Genauso verhielt es sich mit Hessen, also bleiben wir diesmal in Nordrhein-Westfalen. Innerhalb des Bundeslandes ist die Chance zum Buchungszeitpunkt definitiv größer.

Campingplatz oder Wohmobilstellplatz? – Ehrlich? – Lieber Wohnmobilstellplatz, aber einer mit Reservierung, ansonsten ist das Risiko zu groß, denn es werden wohl viele Wohnmobile unterwegs sein. Nach einiger Suche bin ich dann auch fündig geworden.

Anreise

Gelandet sich wir diesmal in Sevelen, ein kleiner Ort im Kreis Kleve. Gefunden habe ich den über den Wohnmobilpark Hexenland-Sevelen. Die Infos auf der Webseite haben mich überzeugt und buchen lassen. Nach einer ca. 2 1/2 stündigen Anfahrt sind wir dann gegen Mittag ganz entspannt angekommen und wurden gleich freundlich vom Besitzer empfangen. Toller Stellplatz, den er uns reserviert hat. Der Wohnmobilpark hat uns auch total überzeugt. Schön am Ortsrand gelegen, viele Bäume, auf dem Hauptplatz 17 Stellplätze und auf dem Nebenplatz nochmal glaube ich 18. Also schön kuschelig klein und alles wunderschön, mit viel Liebe zum Detail, dekoriert.

Der Platz kostet sehr faire 12 € zzgl. 3 € Strompauschale, inkl. Ver- und Endsorgung. Toilette gibt es auch und gegen einen Obolus von 1 € kann man 5 Minuten duschen, also finanziell alles topp. Neben einem Aufenthaltsraum und Terrasse gibt es sogar ein Saunahaus. Geführt wird der familiäre Platz von einem sehr netten Betreiberehepaar. Ach ja, Freibad ist direkt nebenan.

Stellplatz

Sevelen

Bis zum Ortskern von Sevelen sind es vom Platz aus ca. 1 km, also schnell und gut zu Fuß zu schaffen. Rund um den Platz viel Natur, Wald, Wiesen, kleine Seen. Sevelen gehört zur Gemeinde Issum. Die nächst größere bekannte Stadt ist Kamp-Lindfort ca. 9 km entfernt. Das das hier eine Bergbaugegend ist, merkt man an verschiedenen Stellen, auch die Architektur der Häuser im schönen Stadtkern zeugen davon.

Warum das hier Hexenland Sevelen (entsprechende Hexenaufkleber auf vielen Autos), heißt, ist nicht ganz klar. Es ranken sich darum viele Geschichten, auch gruselige, Stichwort Hexenverbrennungen. Wahrscheinlich liegt es aber eher an den vielen Brennereien, Brauereien und öffentliche Schankwirtschaften, die es hier Mitte des 19. Jahrhunderts gab. Es wurde hier wohl viel gefeiert „enne gehext“, „heftig gefeiert“.

Der Bergbau lässt sich nicht leugnen.

Beim Reiseblog schreiben bin ich wohl auch ein bisschen aus der Übung gekommen. Diesen Abschnitt schreibe ich nun zum zweiten Mal. Nachdem ich das erste Mal fertig war, habe ich wohl versehentlich eine falsche Taste erwischt und die Hexenland-Hexe hat den Text weggehext .-( Also alles noch einmal…

Was haben wir die Tage hier denn so gemacht? – Gechillt, gegrillt, gelesen, gespielt und spazieren gegangen.

Ein kleines Abenteuer hatten wir allerdings am Freitag. Damit alles ein bisschen entspannter ist, haben wir unseren obligatorischen Coronatest am Mittwochabend durchgeführt. Es hieß, ein Test bei Anreise, dann keiner mehr nötig. Leider musste uns dann aber die nette Dame vom Stellplatz mitteilen, das die Gemeinde einen Tag vorher die Coronaverordnung angepasst hatte und ab sofort alle 72 Stunden ein Negativtest notwendig ist. Da unser Test ja schon von Mittwoch war, reichte der leider nicht bis Sonntag.

Wohl doof gelaufen. Noch doofer gelaufen, die Apotheke in Sevelen hat keine freien Testtermine mehr frei, also sind wir nach Issum ausgewichen. Das hieß für uns am Freitag 5,5 km einfache Strecke zu Fuß Richtung Test. Normalerweise gar kein Problem, aber am Freitag? Mindestens 25 Grad, knallige Sonne und ziemlich heftige Schwüle. Am Testzentrum angekommen streiken die restlichen Camper inkl. Hund. Zurück zu Fuß? Neverever. Mein Gedanke, zurück per Taxi? Neverever. Viel zu teuer.

Aber hier haben wir mal Glück. Direkt gegenüber eine Bushaltestelle und unmittelbar nach Erhalt des negativen Testergebnisses kommt sogar ein Bus, der in Richtung Sevelen fährt. Diese 10,10 € sind gut angelegtes Geld. Die letzten 1,2 km von Sevelen zurück zum Stellplatz sind dann kein Problem mehr.

Den Hund hat es so geschafft, der ist am Samstag kaum aus seiner Box gekommen und die Toilettengänge wurden auf ein Minimum reduziert.

Es fährt ein Zug nach Nirgendwo…

Fazit

Nur eine kleine Auszeit, die uns aber richtig viel Erholung gebracht hat. Wurde nach diesen 11 langen Monaten auch endlich mal wieder Zeit.

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